Stahltreppen

Stahltreppen – Aufbau und allgemeine Informationen

Die klassischen Stahltreppen sind Zweiholmtreppen, die bevorzugt in Einfamilienhäusern eingebaut werden. Zur Auswahl stehen noch Spindeltreppen/Wendeltreppen, Bogentreppen aus Flachstahl, Flachstahltreppen und Eckspindeltreppen. Die Treppen aus Stahl sind u.U. die kostengünstigste Variante auf dem Wege nach Oben. Doch auch bei Holztreppen gibt es kostengünstige Modelle und haben dazu eine Reihe von Vorteilen.

Typische Bauweise/Bauart einer Stahltreppe

Der Belag der Stahltreppe kann aus Stein, Glas oder Holz bestehen. In der Regel sind die Materialstärken bei Stein 5 cm, Glas 6 cm, Holz 4 cm.

Der gängige Stahl einer Zweiholmtreppe ist 60 mm x 40 mm x 3 mm oder 80 mm x 40 mm x 3 mm, andere Abmessungen der Dimension des Stahls werden vom Statiker vorgegeben.

Die Geländer zu der Treppe können je nach Kundenwunsch variieren. Gängig ist das mitlaufende Segmentgeländer oder das Harfengeländer. Die Mindestlaufbreite der Treppe beträgt laut Vorschrift in Deutschland 800 mm, die Geländerhöhe in den meisten Bundesländern 90 cm.

Die Zweiholmtreppe kann je nach Gegebenheiten des Hauses gradläufig, ein viertel- oder halbgewendelt sein. Bei Häusern mit einer Geschosshöhe von ca. 2,40 m bis 2,50 m sind ca. 15 Stufen mit einer Steigungshöhe von ca. 18 cm nötig, um eine gute Begehbarkeit zu gewährleisten. Hier sind die Wangen an der Wandseite mit ca. 12 cm Abstand montiert, damit Tapezierer oder Gipser problemlos an der Wand arbeiten können.

Die Flachstahltreppe wird aus 300 mm x 10 mm Material (Stahl) gefertigt. Der Einbau dieser Treppe erfolgt im Gegensatz zur Zweiholmtreppe erst nach dem Verputzen, weil hier der Wandabstand gleich Null ist. Der Schallschutz ist gleichermaßen gegeben.

Diese Treppe sieht durch ihre Abmessungen wuchtiger und größer aus, ist teurer durch das schwerere Material und die Montage, kann aber auch farblich gut gestaltet werden.

Wie der Name schon sagt, ist die Bogentreppe im Gegensatz zur Flachstahltreppe geschwungen. Sie wirkt durch ihre Form sehr edel und ist ein absoluter Blickfang in Häusern mit großem Eingangsbereich.

Der Mittelpunkt einer Spindeltreppe ist ein Rohr, auf welchem die Stufen gesteckt oder geschweißt werden. Ein erhöhter Schallschutz wird bei der Spindeltreppe durch das Füllen des Mittelrohres mit Quarzsand erreicht. Die Stufen können je nach Geschmack mit Holz oder Stein belegt werden. Bei einer Außentreppe kommen Gitterrost oder gekantetes Riffelblech in Frage, damit ein Ausrutschen im Winter vermieden wird.

Die Eckspindeltreppe ist im Gegensatz zur Spindeltreppe bis in die Ecken gezogen und dort montiert.

Besonderheiten

Die Stahltreppen werden meist an einem Tag montiert und sind sofort begehbar durch die Montage mit Notstufen aus Holz. Diese werden bis zur entgültigen Fertigstellung durch den Schreiner belassen.

Sie sind sehr leise durch den eingebauten Schallschutz, was bedeutet, dass alle Befestigungspunkte (Estrichwinkel, Wandverankerungen, Abschlussgeländer) mit Gummis entkoppelt sind. Die Treppen können  farblich ständig verändert und den häuslichen Gegebenheiten angepasst werden. Durch einen möglichen frühzeitigen Einbau können ähnlich wie bei Steintreppen, alle nachfolgenden Handwerker ohne große Probleme alle Stockwerke zum weiteren Ausbau des Hauses erreichen.

Der Besitzer muss im Vorfeld zwischen vielen verschiedenen Fertigstufen, wie z.B. Buche, Eiche oder Ahorn wählen. Sollte er einen besonderen Holzfußboden besitzen, können die Stufen auch in der Farbe des Bodens gebeizt werden. Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass die Treppen auch mit Stellstufen versehen werden können.