Wangentreppen

Wangentreppen – Aufbau und allgemeine Informationen

Wangenstiege sind von jeher beliebte Treppenarten

Beim Bau von Wangentreppen können Bauherren auf jahrhundertealtes Wissen und Können von Treppenbauern zurückgreifen. Diese Erfahrungen sind im Regelwerk für Holztreppenbau festgehalten, das von der DHTI herausgegeben wird. Für Holztreppen der traditionellen Bauart, die nach diesem Regelwerk gebaut werden, sind keine weiteren statischen Nachweise erforderlich. Kompakt und solide verbinden diese beliebten Treppen die verschiedenen Gebäudeebenen. Sie können sehr schlicht gebaut, oder aber mit Zierelementen individuell gestaltet werden. Holztreppen lassen sich wunderschön mit Schnitzereien und Ornamenten versehen, bei Metalltreppen kommen Schmiedearbeiten gut zur Geltung. So kann eine Wangentreppe dezent an der Wand stehen oder zum Blickfang des Raumes werden. Genau wie in der Vergangenheit ist diese Treppenvariante noch heute sehr beliebt und viel gebaut.

Was bedeutet Wangen-Treppe

Wangenstiegen werden aus Holz, Stahl oder Halbzeugen gebaut. Teile dieser Treppenart sind seitliche Holzbalken oder Stahlprofile, die Wangen genannt werden. In oder auf den Wangen werden die Treppenstufen verankert. Direkt an der Wand, oder mit einem geringen Abstand zu dieser, verläuft die Wandwange nach oben. Parallel dazu, am Treppenauge, befindet sich die Freiwange, die auch als Lichtwange bezeichnet wird. Vorzugsweise werden die Wangen aus Hochkantprofilen angefertigt, möglich sind jedoch auch Rundwangen. Bei der Stufenwange ist die obere und untere Kante der Wangen stufenförmig versetzt.

Die Einzelteile dieser Treppenarten

In einer Tiefe von ca 15 bis 20 mm werden die Treppenstufen in den beiden Wangen verankert. Das Geländer wird direkt an den Wangen befestigt. In Griffhöhe an der Wand oder auf dem Geländer wird der Handlauf angebracht. Die Wangenstiege kann in Form einer Himmelstreppe in die Höhe führen, meist wird sie jedoch um das sogenannte Treppenauge herum gebaut. An der Stelle, wo der Treppenlauf die Richtung wechselt, dient der Krümmling als Verbindung zwischen den Wangen. Der Antrittspfosten markiert den Beginn der Wangentreppe und ist fest mit dem Boden verankert. Als Abhängling wird der Pfosten am oberen Ende benannt.

Wangentreppen aus Holz

Holz empfiehlt sich als Treppenmaterial mit seiner schönen Optik. Es ist leicht und trotzdem robust, ist für Innenräume perfekt und für den Außeneinsatz bedingt geeignet. Für den Bau der Holztreppen werden sowohl Nadel- als auch Laubhölzer eingesetzt. Kiefern- und Ahornholz eignet sich beispielsweise gut für den Wangenbau. Zum Bau der Stufen verwendet man zumeist massive Holzbohlen. Diese Stufen können in den Wangen verleimt, eingestemmt oder verschraubt werden.

Wangenstiegen aus Stahl

Metall bietet sich vorwiegend als Material für äußere Treppen. Durch den Trittschall eignet sich der Werkstoff nicht gut für Treppen im Wohnbereich. Die Wangen bei Stahltreppen sind in der Regel T-Träger oder I-Profile. An diese Teile können die Stahlstufen direkt aufgeschweißt, oder auch verschraubt werden. Sehr häufig sind die Stufen aus Gitterrost angefertigt, sodass sich keine Wasserpfützen darauf bilden können.

Flachwangentreppen

Bei dieser Variante bestehen die Wangen nicht aus Holz, stattdessen kommt Kunststoff oder Metall zum Einsatz. Die Treppenstufen werden aus edlem Holz gefertigt. Diese Konstruktion kann sehr filigran wirken und ist dennoch stabil.

Form und Gestaltung der Wangenstiege

Treppen der Wangenkonstruktion kommen in der Form von Podesttreppen, geraden Treppen oder gewendelten Treppen vor. Sie können als offene oder geschlossene Treppen gebaut werden. Gerade die Wangenbauweise von Treppen lässt bei der dekorativen Gestaltung viel Spielraum. Besonders die Antrittssäule kann mit schmückenden Elementen individuell gestaltet werden. Sehr beliebt sind Balustraden als Treppengeländer, die mit Postamenten und passendem Handlauf verziert werden können. So lassen sich die Treppen harmonisch in die Raumgestaltung einbeziehen.