Treppenstufen

Treppenstufen – Eigenschaften, Varianten und allgemeine Informationen

Eigenschaften und Definition von Treppen

Treppen sind Hilfsmittel, die der Überwindung von Höhenabständen dienen. Die in Stufen gegliederten Treppen müssen laut Bauordnungen mindestens drei Stufen haben, um als solche bezeichnet zu werden. Eine Reihe solcher Stufen bezeichnet man im Allgemeinen als Treppenlauf. Sollte ein besonders langer Treppenlauf vorliegen wird dieser zumeist durch Podeste, auch Treppenabsätze genannt, unterbrochen. Diese sind aus Sicherheitsgesichtspunkten wichtig, genauso wie das Vorhandensein eines Handlaufs oder eines Geländers. Treppen werden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt.

Die erste Stufe einer Treppe bezeichnet man als Antritt, die letzte als Austritt. Bei Treppen aus Holz heißt die erste massive Stufe oftmals Blockstufe. Die waagerechte Auftrittfläche wird Trittstufe oder Auftritt genannt, die vordere, in der senkrechten befindlichen Fläche der Stufe heißt Setzstufe. Um die einzelnen Stufen sicher zu verankern, werden sie seitlich in die Treppenwangen eingelassen. Den Begriff des Treppenauges verwendet man für den von den Treppenläufen umschlossenen freien senkrechten Raum.

Bei der Stufenhöhe kommt es darauf an, dass der Abstand und die Höhe der Treppenstufe so harmonisch wie möglich mit dem menschlichen Schritt übereinstimmt. Meistens wird hier ein Mittelwert verwendet, da dieser Wert aufgrund der unterschiedlichen menschlichen Größenverhältnisse sehr variiert. Wenn der Abstand zwischen den Stufen offen ist, sollte er kleiner als zwanzig Zentimeter sein, damit kein Kind den Kopf durchstecken und steckenbleiben kann.

Treppentypen

Treppen werden nach Typen unterteilt. Man unterteilt beispielsweise in gerade, gewendelte, gewundene, ein- oder mehrgeschossige und in ein- oder mehrläufige Treppen. Von den Konstruktionstypen her wird zwischen Wangentreppen, aufgesattelten Treppen oder Treppen mit Hängestäben unterschieden. Zusätzlich differenziert man in Bezug auf die Position in Treppen, die sich in oder an einem Gebäude befinden oder Treppen, die auf einem Grundstück als Garten- oder Straßentreppen eingesetzt werden. Genauso wird auch in Hinblick auf den Zweck oder die Funktion unterschieden und zwar in Rettungs- und Sicherheits-, Repräsentations- und Nebentreppen. Auch die Gebäudeart ist ausschlaggebend, denn Treppen in Wohn-, Kranken- und Warenhäusern sind verschieden zu denen in Schul-, Industrie- oder Geschäftsbauten. Zuletzt ist natürlich auch das Material ein wichtiges Unterscheidungskriterium: Im Treppenbau werden neben den beliebten Holztreppen Treppen aus Metall, Natur- oder Kunststein, Kunststoff und Beton eingesetzt.

Neben in Erde oder Fels gehauene Tritte sind aus historischer Sicht vor allem in Baumstämme eingekerbte Steigehilfen interessant. Im Mittelalter dienten Treppen aus Holz als Indikatoren, wie wohlhabend ein Bauherr war, denn die reicheren leisteten sich Massivtreppen, die sicherer in Hinblick auf eine Feuergefahr waren. Stufen aus Holz haben zudem die Eigenschaft schneller zu verschleißen und bisweilen unangenehm zu knarren.

Holztreppen

Nichtsdestotrotz gehört Holz zu dem beliebtesten Treppenbaumaterial. Bereits seit der Frühgeschichte sind die Stufen aus Holz im Einsatz. Vielfach wird Kiefernholz für einfachere Treppen gewählt, hochwertigere Treppenstufen werden aus härteren Hölzern wie Buche, Eiche oder Edelhölzern hergestellt. Auch Teakholz oder Bangkirai kommen zum Einsatz. Gerade in vielen Einfamilienhäusern werden die einzelnen Stockwerke meist über Treppen aus Holz verbunden. Ein Vorteil von Holz ist hierbei natürlich das geringere Gewicht anderen Materialien gegenüber, wie zum Beispiel Stein. Zumal lassen sich mit wenig Aufwand hölzerne Treppen nachträglich konstruieren, wenn etwa der Speicherraum im Nachhinein ausgebaut wird. Um Platz zu sparen können in so einem Fall leiterähnliche Treppen gebaut werden, die nur bei Bedarf ausgeklappt werden.

Moderne Treppenstufen aus Holz werden meistens im Typ der Balkentreppe gebaut. Die Trittstufe liegt bei dieser Konstruktionsweise auf einem Holm auf. Im Gegensatz dazu wird bei Wangentreppen die Treppenstufe in der Treppenwange verankert und verleimt, die sich seitlich befindet. Auf jeden Fall ist es wichtig, die Treppe von einem kundigen Tischler oder Zimmerer anfertigen zu lassen, damit sowohl der architektonische als auch der Sicherheitsaspekt stimmt. Da die Stufenkante der meistbelastete Teil der Stufe ist, kann es sinnvoll sein, dort Metallschienen anzubringen, um die Belastbarkeit zu erhöhen und Abnutzung vorzubeugen.