Treppenbau

Treppenbau – Einsatzgebiete, Varianten und allgemeine Informationen

Für jeden Bauherrn stellt sich schon früh die Frage nach der passenden Treppe für das neue Heim. Dabei gibt es gerade bei Holztreppen eine sehr große Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Möglichkeiten eröffnen sich beim Bau von Treppen zuerst einmal bei der Wahl der richtigen Treppe:

Raumspartreppe

Wangentreppe

Spindeltreppe

Faltwerktreppe

• Geländer getragene Treppe

• Bautreppe

 

Jede dieser Treppe muss durch einen Fachmann individuell an Ihr Haus angepasst werden. Es ist unerlässlich, dass die Abstände zwischen den Stufen exakt gleich sind, da sonst gefährliche Stolperfallen entstehen.

Wenn die Frage nach der Art der Treppe geklärt ist, kommt die Auswahl der Holzart beim Treppenbau.

Folgende Holzarten sind hier die gängigsten:

• Fichte

• Kiefer

• Buche

• Ahorn

• Birke

• Eiche

• Esche

• Kirschbaum

• Mahagoni

 

Im Folgenden werden wir Ihnen die Unterschiede in den Holzarten und den Treppenarten etwas genauer erläutern.

Unterschiede der Treppenarten und Einsatzgebiet

Raumspartreppe

Raumspartreppen sind, wie der Name schon sagt, besonders Raum sparend. Sie sind sehr schmal, nicht zum Transport von Gütern geeignet und auch nicht als Fluchttreppen zugelassen. Häufig werden diese Treppen als Zugang zum Dachboden eingesetzt.

Wangentreppe

Bei einer Wangentreppe bezeichnet man das schrägliegende tragende Bauteil an jeder Seite der Treppenstufe als „Wange“. Eine Wange ist dabei üblicherweise an der Wand montiert, oder auch wenige Zentimeter von der Wandoberfläche abgerückt. Diese Treppen sind für Wohnraum.

Bei Spindeltreppen sind die Stufen an einer Säule kreisrund befestigt. Sie ist auch platzsparend und man benötigt kein Podest. Diese Treppenform ist auch als Wendeltreppe bekannt.

Faltwerktreppe

Die Faltwerktreppe ist wahrscheinlich die bekannteste und eine der gängigsten Treppenarten. Sie ist gerade und wie „gefaltet“ verbindet sie die Ebenen. Sie haben einen größeren Platzbedarf und werden gern in Wohnräumen eingesetzt. Sie können entweder frei tragend sein oder mit Unterbau, der dann auch als Stauraum genutzt werden kann.

Geländertragende Treppe

Hier werden die Stufen auf der Lichtseite, also nicht Wandseite, untereinander und mit Geländerstäben über den mit-tragenden Handlauf verbunden. Durch die stabilen Geländerverbindungen ist diese Treppe besonders sicher und tragfähig. Die geländertragende Treppe kann gerade oder aber auch gewendelt gebaut werden.

Bautreppe

Diese Treppenart wird bereits im Rohbau eingesetzt, die direkt nach Deckenfertigstellung dazu benutzt werden, die unterschiedlichen Geschosse zu erreichen. Die Rohbautreppe muss Arbeitsschutzvorschriften entsprechen und auch eine gewisse Sicherheit bieten.

Unterschiede der Holzarten

Beim Treppenbau werden neben Metallkonstruktionen gerade im Wohnbereich Holztreppen verwendet. Für den Holztreppenbau kommen unterschiedliche Holzarten zum Einsatz. Hierzu zählen Nadel- und Harthölzer.

Fichte

Ein helles Nadelholz mit Abweichungen durch Äste. Die Maserung wird durch helle oder dunklere Jahresringe bestimmt.

Kiefer

Kiefernholz ist hell bis gelblich-rötlich. Es gibt Maserungsabweichungen durch Äste. Splint- und Kernholz sind farblich deutlich unterschiedlich.

Buche

Buchenholz ist ein sehr beliebtes Hartholz für Treppen im Wohnraum. Da man durch unterschiedliche Behandlung des Holzes ein großes Farbspektrum erhält, kann für jede Einrichtung etwas Passendes gefunden werden.

Ahorn

Ahornholz wird entweder als kanadischen Import oder aus Europa angeboten. Die Holzfarbe ist hell mit leichter Maserung.

Birke

Ein heimisches und gern gewähltes Holz für Treppenstufen ist Birke. Birkenholz ist hell und sehr hart. Meist wird es keilgezinkt angeboten und bietet dadurch ein interessantes Farbspiel zwischen helleren und dunkleren Schattierungen.

Eiche

Eichenholz ist das härteste und strapazierfähigste Holz, das für den Bau einer Treppe verwendet wird. Es dunkelt nach und ist grobporig. Es ist dunklerer als Birkenholz, wobei Splint- und Kernholz deutlich abgesetzt sind.

Esche

Sehr gutes Holz für die Treppenverarbeitung. Eschenholz gibt es entweder in Natur oder Farbig gebeizt. Die Maserung schimmert dabei immer leicht durch. Der jeweilige Farbton verändert sich, wobei dunkle Farben etwas ausbleichen und helle leicht nachdunkeln.

Kirschbaum

Sehr edles Holz, welches sich durch seine Härte auszeichnet. Der etwas dunklere Farbton bleicht mit der Zeit leicht aus. Es ist sehr fein gemasert und feinporig.

Mahagoni

Mahagoni hat einen dunklen Farbton, der rotbraun schimmert. Die Stufen dunkeln mit der Zeit etwas nach. Dieses Holz wird immer sehr gerne verwendet. Die Struktur und Färbung ergeben ein sehr schönes Bild.

Insgesamt kann man sagen, dass im Holztreppenbau durch das Angebot der verschiedenen Hölzer und Verarbeitungstechniken wie Beizen oder die Keilzinkung sehr viele Möglichkeiten geboten sind. Die Fachleute im Bau von Treppen beraten und finden das Passende für jedes Einsatzgebiet.